Kurz nach Sonnenaufgang auf dem Zeuthener See

In der Morgensonne

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Kurz nach Sonnenaufgang ist das Wasser richtig ruhig. Das Kajak gleitet ganz ruhig über den Zeuthener See. Ein, zwei Stunden später sorgen die Motorboote für einen steten, leichten Wellengang. Aber jetzt, da stimmt der alte Satz: „Still ruht der See.“ Das Licht strahlt in warmen Farben am westlichen Ufer. Die Bootshäuser, Villen und Segelvereine strahlen eine friedliche Ruhe aus. Auf dem glatten See spiegeln sie sich, wie sonst nie. Nur jetzt steht das Licht so, dass dies möglich ist. Aber von Kilometer zu Kilometer Richtung Wildau wird das Wasser unruhiger. Die ersten Motorboote stören nicht nur die plane Wasseroberfläche, sondern auch die Ruhe.

Eine wundervolle Zauberflöte in Zeuthen


Ich dachte an Größenwahn, als ich von der Idee hörte, dass die Musikschule Primus aus Zeuthen die Zauberflöte mit Kindern auf die Bühne bringen will. Oper ist Gesang. Oper ist Orchestermusik. Oper ist Theaterspiel. Und vor allem ist Oper das alles zusammen und auf einander abgestimmt. Alles für sich mag ja gehen, aber zusammen so gut abgestimmt, dass es für die Kinder auf der Bühne nicht peinlich wird? Mit Laien? Mit Kindern von der Grundschule bis zum Gymnasium? Das fand ich doch etwas arg ambitioniert.

Bis gestern Abend. Da war die erste Aufführung der Zauberflöte in der Turnhalle der Grundschule am Wald. Links von der Bühne war das kleine Orchester platziert. Von hier dirigierte der musikalische Leiter Markus Wolff das gesamte Geschehen. Konzentriert und etwas angespannt, aber vor allem fast immer mit einem Lächeln auf den Lippen. Kein Wunder. Denn er erlebte, dass sein gewagter Plan aufging. Er hörte Kinder, die Opernpartien sangen, eine zehnjährige Königin der Nacht, die den gesamten Saal in ihren Bann sang, er erlebte, wie das Instrumentenspiel und der Gesang auf der Bühne eins wurden. Wunderbar. Zauberhaft.

Natürlich war nicht jeder Ton perfekt. Aber das Niveau war insgesamt erstaunlich hoch. Und wenn der Mann an den Reglern der Headset-Mikrophone genauer und schneller gewesen wäre, wäre der Klang noch besser gewesen. Werner Eggrath, der die Regie führte und das Libretto so geschickt gekürzt und an die Möglichkeiten der Musikschüler und der Chöre der Schmöckwitzer und der Zeuthener Grundschule angepasst, dass auch Kenner der Zauberflöte alles wichtige wiederfanden. Und sich am Gesang und Spiel der Schülerinnen und Schüler erfreuen konnten. Zum Glück hatten die Macher den Mut, das Projekt zu wagen. Der Applaus und die Begeisterung des Publikums haben sie belohnt.

 

 

 

Endlich Winter – heute am Krossinsee


Endlich ist das Schmuddelwetter vorbei. Eisige, klare Luft bei minus neun Grad, Sonnenschein und Schnee. Kurz: Winter! Der Kossinsee ist schon mit einer vollständigen Eisdecke bedeckt. Die Besitzer des Ausflugsschiffs und der Yacht hatten wohl nicht mehr daran geglaubt, dass wirklich Winter einziehen könnte. Etwas verloren liegen sie im Eis. Ganz still und friedlich. So wie diese Winterstimmung offenbar befriedend wirkt. Die Stimmen der Spaziergänger sind leise. Selbst die Schwäne singen fast flüsternd. Ruhe liegt über dem See. Und eine wohltuende Entspannung. Endlich Winter.

Bilder vom Paddeln in der Abendstunde


Die Temperaturen sind auch abends noch über 20 Grad. Aber der die Sonne geht schon deutlich früher unter. Wenn Wolken aufziehen verändert sich das Licht auf dem Wasser noch deutlicher als an Land.

Schnittstellen in der Natur

Bei meiner externen Festplatte nervt die Schnittstelle. Ob es das Kabel oder die Buchse ist, weiß ich nicht. Sicher ist nur, dass ich nicht mehr an die Daten komme.

In der Natur finden sich auch ganz viele Schnittstellen. So wie hier im Wald auf Schmöckwitz-Werder. Sie zeugen davon, dass Schnitte mit Sägen oder Bruch durch Wind Bestehendes zerstört hat. Bei meiner Festplatte ist das nicht viel anders. Auch da existieren die Daten noch. Aber die kaputte Schnittstelle verhindert, dass ich an sie komme. Und so sind die Daten für mich das, was die Bäume, die es nicht mehr gibt, für die zurückgebliebenen Stümpfe sind: Erinnerungen an etwas Verschwundenes.

Eine tückische Falle beim Laufen

Seilfalle für Läufer auf dem Schmöckwitzer Werder
Seilfalle für Läufer auf dem Schmöckwitzer Werder

Die Luft macht sich in den Lungen ganz tief breit. Sie riecht nach Aufbruch. Die Haut spürt das erste Mal Temperaturen von mehr als 20 Grad. Die Augen finden überall ganz helles Grün, wo vor einer Woche nur braun war. Und die Ohren lauschen auf das Knacken der Knospen und auf das aufgeregte Zwitschern der Vögel.

Die Gedanken lassen sich ganz von diesem Frühlingsgefühl einnehmen. Andere wollen sich nicht fassen lassen. Sie verschwinden gleich wieder, weil ein neuer Eindruck dieser erwachenden Natur an diesem Abend beim Laufen alles  Schwere sofort vertreibt.

Seilfalle für Läufer auf dem Schmöckwitzer Werder
Seilfalle für Läufer auf dem Schmöckwitzer Werder

Die Schritte sind bei diesem Lauf am Schmöckwitzer Werder noch recht  schwer. Die vergangenen Wochen blieben die Laufschuhe meist noch im Schuhregal. Und die Rippenprellung vor einem halben Jahr hat die Kondition auch nicht wirklich gefördert. Und dennoch fühlt sich alles gut an.

Doch dann erfasst das Auge einen schmalen Strich kurz übe rdem Boden. Sofort sticht Schmerz in die Rippe. Mit dem rechten Fuß springe ich rechtzeitig noch ab, um über die gespannte Schnur zu springen. Dann bleibe ich stehen. Das Herz rast, der Rippenschmerz entpuppt sich als Phantomschmerz. Aber der Kopf ist hellwach.

Und der Ärger und die Wut über diejenigen, die hier eine Stolperfalle für Läufer und Radler gespannt haben. Wer macht so etwas? Wer freut sich darüber, wenn andere stürzen, sich eventuell Rippen prellen oder noch schlimmer Knochen brechen? Das Seil ist in gut 15 Zentimeter Höhe gespannt. Genau so, dass eigentlich jeder stürzen muss.

Ich hatte noch einmal Glück, habe die Knoten gelöst und die Schnur weggeschmissen. Beim nächsten Lauf werde ich noch mehr auf den Boden schauen. Und mich ständig daran erinnern müssen, dass ich mich nicht von Grün und Zwitschern und Wärme ablenken lassen darf.

Ein fremder Frühlingsgruß

Am Zeuthener See am ersten richtig warmen Abend.
Am Zeuthener See am ersten richtig warmen Abend.

Fürs Wochenende war noch Schnee angekündigt, doch der Frühling ließ sich nicht vertreiben. Am Tag nach Ostern klettern die Temperaturen auf 19 Grad. Selbst am Abend ist es noch richtig warm, für den Läufer in seiner Laufjacke sogar zu warm.

Ihm kommen ständig Menschen auf dem Weg am See entgegen. Sie trauten eher der Wettervorhersage als dem eigenen Temperaturempfinden. In dicken Winterjacken trotten sie eher, als dass sie  fröhlich dem Frühling entgegen schreiten. In ihre Gedanken versunken, die Jacken bis oben verschlossen, wirken sie an diesem Abend wie aus einer anderen Welt.

Erst das „Hallo“ des Läufers schreckt sie aus ihrer abgekapselten Welt auf. So ist dann auch ihr Blick. Aber nur im ersten Moment. Dann macht sich ein Lächeln in ihren Augen breit – und sofort danach im ganzen Gesicht. Der fröhliche Gruß des fremden Läufers holt sie aus dem Winter. Ihre Köpfe tragen sie jetzt oben. Ihre Schritte werden fester. Und das alles nur wegen eines Grußes am ersten Frühlingsabend.

Eisbrecher in der Schlittschuhbahn

Frisches Ostermoos an Weihnachten

Weihnachten 2011: Bei elf Grad schimmert das Moos wie eigentlich an Ostern. Zartes Grün macht sich breit, wo Schnee sein sollte. Im Wald auf Schmöckwitz Werder erinnert gar nichts an Winter. Lediglich einige Spaziergänger, die dick vermummt frische Luft im Wald suchen, erinnern an die Jahreszeit. Obwohl die Temperaturen keine Mützen, keine Schals und keine Handschuhe erfordern.

Lehrreiches Spitzenspiel

E-Jugend: Johannisthal gegen SV Schmöckwitz-Eichwalde
E-Jugend: Johannisthal gegen SV Schmöckwitz-Eichwalde

Groß war die Hoffnung. Immerhin kamen die Jungs als Spitzenreiter nach Johannisthal. Auch wenn das nur an der Tordifferenz lag. Doch heute fand Schmöcke noch seinen Meister auf dem fremden Platz. Widrig war der ungewohnte Kunstrasen. Widrig war das erste Tor gleich nach einem Freistoß in der ersten Minute. Und widrig war vor allem der Respekt, den sie vor Johannisthal hatten.

Aber in den vergangenen drei Monaten hat die Mannschaft große Fortschritte gemacht. Wenn das so weiter geht, dann wird das Rückspiel gewonnen. Auf echtem Rasen. Und mit einer breiten Brust.