Wenn Braunkohle Heimat frisst, kann das tödlich sein

Ingrid Bachér: Die Grube
Ingrid Bachér: Die Grube

Braunkohle als Energieträger wird derzeit nur noch aus der Sicht des Klimaschutzes kritisch gesehen. Die großen Debatten über die Abbaggerung des brandenburgischen Dorfes Horno zwischen Cottbus und Guben oder in Garzweiler sind lange vorbei. Die Dörfer sind weg. Und inzwischen sollen noch weitere  folgen.

Ingrid Bachér hat sich mit ihrem Roman Die Grube dem mit den Tagebauen verbundenem Heimatverlust gewidmet. Sie nähert sich dem Thema ganz behutsam. Im Mittelpunkt steht ein Bauernhof in Garzweiler, in dem anfangs der Hoferbe mit Frau und Sohn, ein Knecht, eine Haushälterin und die Schwester des Bauern leben. Diese ist Lehrerin und erzählt die Geschichte von der schrittweisen Entsiedlung Garzweilers und den dramatischen Folgen für die Menschen.

Da gibt es diejenigen, die im Bergbau ihr Geld verdienen und deshalb das Angebot zur Absiedlung gern annehmen. Auf der anderen Seite stehen vor allem die Bauern, deren Familien seit Generationen die Höfe und Äcker bewirtschaften, die der Braunkohle weichen müssen. Bachér beschreibt in leisen Tönen, wie sich die Spaltung der Dorfgemeinschaft vollzieht. Sie erzählt von den Versuchen mit Demonstrationen und Bürgerversammlungen die großen Bagger aufzuhalten. Sie schildert, wie Politik und der allmächtige Konzern verbandelt sind. Auch dabei wählt sie keine bösen Wörter.

Genau das macht das Buch so beklemmend. Es sind die leisen Töne, die sich wie die herannahenden Bagger in die Erde ins Gemüt des Leser fräsen. Die Bagger nähern sich ganz langsam. Die Gedanken über den Heimatverlust, die unwiederbringliche Vernichtung von Geschichte und Erinnerung verdichten sich auch ganz behutsam. Aber sie werden so stark, dass man sich ihnen nicht entziehen kann. Auch, weil die Beraubung der Heimat eine der Hauptpersonen so krank macht, dass sie darüber stirbt.

Ingrid Bachér: Die Grube. Dittrich Verlag; 17,80 Euro.

Vom Scheitern der digitalen Generation am analogen Telefon

Analoges Telefon
Analoges Telefon

Meine Freunde von der Telekom sorgen ab und an für freudige Erheiterung. Ich meine jetzt nicht, dass unser normales Telefon nicht funktioniert. Das ist eher ärgerlich. Ich meine auch nicht, dass dieser Zustand schon vier Wochen anhält. Auch dies stößt in der gesamten Familie eher weniger auf Zustimmung.

Aber dass der ISDN-Notstand zu diesem analogen Apparat zwang, ist schon amüsant. Vor allem, wenn Kinderhand ihn zu bedienen versucht. Schon die Schnur ist eine Ungeheuerlichkeit und führt dazu, dass das Gerät den Boden mehrfach berührt. Seltsam ist auch, dass da gar keine Namen eingespeichert sind. Man ist genötigt Telefonnummern zu kennen und einzutippen. Das ist zwar kompliziert, aber irgendwie bekannt.

Aber was passiert, wenn sich Kinderhand vertippt hat? Hier gibt es ja keinen roten „Beenden“-Knopf. Selbst ältere Kinder sind damit überfordert. Dass der große runde Knopf oben links dafür zuständig sein könnte, glauben sie nicht. Erst ausprobieren überzeugt.Und das ist endlich mal für uns Eltern amüsant. Normalerweise ist es ja die Rolle der Eltern technischer Depp zu sein. Aber wie die Virtuosen an Laptop, iPod, Playstation am normalen Telefonieren scheitern, macht uns mal Spaß! Danke Freunde von der Telekom!

P.S.: Aber langsam haben wir genug gelacht. Vier Wochen sind genug.

Was Kinder wirklich lieben: Adventskalender

Adventskalender
Adventskalender

Eltern denken, Adventszeit ist Familienzeit. Aber für Kinder ist sie wohl eher Süßigkeitenzeit. Da locken Schoko-Weihnachtsmänner, Plätzchen und natürlich auch Adventskalender.

Auf den Klassiker, den Schoko-Kalender, haben wir in diesem Jahr verzichtet. Das bedeute aber keinen Verzicht auf Süßes. Eher ist das Gegenteil richtig. Was aber fehlt, ist das Öffnen der Türchen. Und genau damit hat die Jüngste ein Problem.

Als hätte mein Arbeitgeber dies geahnt, hat er den Vätern und Müttern pro Kind einen genau solchen Schoko-Adventskalender geschenkt. Was zum freudigen Kommentar von Mascha führte: „Papa, ich habe Deine Arbeit noch lieber als Dich!“

Online-Nutzer, Opposition und FDP stoppen Internetsperren

Fast unbeachtet hat der Bundestag mit überwältigender Mehrheit eines der großen Streitthemen der vergangenen beiden Jahre beerdigt. Statt Internetsperren gegen Kinderpornografie zu errichten, werden jetzt entsprechende Seiten, Fotos und Videos gelöscht. Und damit dauerhaft vernichtet.

Mehr als 130 000 Bürger beteiligten sich an einer Online-Petition gegen das Gesetz der schwarz-roten Koalition aus dem Jahr 2009. Zeitweise war der Hashtag #zensursula der am häufigsten verwendete auf Twitter. „Zensursula“ wurde in der Netzgemeinde Ursula von der Leyen (CDU) genannt, auf deren Initiative das sogenannte Zugangserschwerungsgesetz zurückging. Das Kunstwort aus dem Begriff Zensur und dem Vornamen der damaligen Familienministerin brachte das Angriffsziel und den Grund der Aufregung auf den Punkt.

Ziel der Kritik war nie die Bekämpfung der Kinderpornografie an sich, sondern deren Mittel. Wer aufwendige technische Internetsperren aufbaut, kann in Versuchung geraten, diese auch in anderen Bereichen anzuwenden. Ob die Technik gegen Kinderpornos oder politisch unliebsame Webseiten verwendet wird, ist der Technik egal. Angesichts der Erfahrungen mit den Antiterrorgesetzen war diese prinzipielle Furcht berechtigt.

Dass in Zukunft nur noch auf das Löschen von strafrechtlich relevanten Inhalten gesetzt wird, ist ein Erfolg des Online-Protestes, der auch zum Straßenprotest wurde, der Opposition und der FDP. Deren Justizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger arbeitete beharrlich am Ende der Internetsperren. Erst mit einer Aussetzung des Gesetzes und jetzt mit der endgültigen Beerdigung.

Zum Umdenken von CDU und CSU haben neben den praktischen Erfolgen beim Löschen von Webseiten auch die Erfolge der Piratenpartei beigetragen. Internetthemen werden inzwischen nicht nur als Angst-Themen diskutiert, sondern sachlich. In den Köpfen der Bundestagspolitiker ist angekommen, dass mit falschem oder oberflächlichem Gerede über das Netz Mehrheiten verspielt werden können. Das will seit dem Berliner Triumph keiner mehr riskieren.

Insofern steht die sachlich richtige Entscheidung des Bundestags vom Donnerstagabend hoffentlich auch für eine generell neue Kultur im Umgang mit dem Netz. Es lauern Gefahren in ihm. Aber auch enorme Chancen. Diese zu erkennen und zu fördern ist die vornehme Aufgabe der Politik. Dazu ist technisches Wissen nötig. Vor allem aber auch reflektierte Erfahrung in der täglichen Nutzung.

Dieser Kommentar ist am 3. Dezember 2011 in der Märkischen Oderzeitung erschienen…

Wer Klassen vergleicht, deckt Lehrer-Mängel auf

Es gibt ja schöne Neuerungen in der Bildungspolitik. Eine davon ist die interne Vergleichsarbeit. Die funktioniert so: In der Schule legt die Fachkonferenz eine Arbeit fest, die in allen Klassen einer Jahrgangsstufe geschrieben wird. Sehr sinnvoll ist das vor allem dann, wenn am Ende eines Schuljahres eine allgemeine Prüfung für alle Schüler ansteht. Eine Vergleichsarbeit könnte im Vorfeld Schwächen aufdecken, an denen gearbeitet werden kann.

Blöd ist es nur, wenn in allen Klassen von den verschiedenen Lehrern unterschiedliche Ergebnisse erwartet werden, weil sie selbst die Aufgabe der eigenen Fachkonferenz, in der sie alle Mitglied sind, falsch lösen. Dann kann ein cleverer Schüler zwar die Lösung liefern, doch hilft das auch nichts, wenn die Lehrer nicht an ihrem Fehler arbeiten. Sondern die Aufgabe einfach komplett aus der Wertung streichen. Das freut vielleicht die Schüler kuzfristig. Führt den Sinn von vergleichsarbeiten aber ad absurdum. Denn die ist ja eigentlich da, um festzustellen, welche Lehrer den Stoff gut und welche ihn schlecht vermitteln.

Obwohl: Wenn alle Lehrer ihre eigenen Aufgaben nicht rechnen können, dann hat der Vergleich zumindest erbracht, dass sie alle an sich arbeiten müssen, um sinnvoll mit Schülern arbeiten können.

Galataseray gegen Siva Spor in der Türk Telekom Arena


Das Spiel beginnt nicht erst im Stadion. Schon zwei Stunden vor Anpfiff sammelt sich eine große Menge Ultras von Galataseray in der Istiklal, der Fußgängerzone in Beyoglu. Dort wo die große Einkaufsmeile einen Knick macht, ist ein riesiges Tor. Hinter ihm befindet sich das Galataseray-Gymnasium. Die private Schule gehört tatsächlich dem Verein und ist insofern ein guter Ausgangspunkt für den Aufbruch zum Stadion.

200 bis 300 Fans stimmen sich mit Gesang und Bier ein. Ersteres wird im Stadion weitergehen, letzteres nicht. Denn die aggressivste Stimulanz dort wird der türkische Tee sein. Als geschlossene, singende Gruppe ziehen sie zum Taksin, um dort in die U-Bahn zu steigen. Wie friedlich und froh das ist, zeigen die entgegenkommenden Istanbuler. Strahlende Gesichter und immer wieder Lippen, die sich bewegen, die still oder laut die Lieder der Fans mitsingen.

Die U-Bahn ist überfüllt. Die Fans quetschen sich in die Züge. Auch dabei sind sie alle gut gelaunt. Das gilt auch für den Weg vom Bahnsteig bis ins Stadion. Obwohl eine Baustelle die Masse zwingt, mindestens 200 Stufen auf einer vier Meter breiten Treppe mit einer 90-Grad-Kurve nach der anderen herunterzugehen, ist die Stimmung von froher Erwartung geprägt.

Nur eins stört die Harmonie. Bei der Rucksack-Kontrolle beim Einlass nimmt mir die Polizei meine Erdnüsse weg! Und das, obwohl der Polizist, der untröstlich ist, gar nicht genau hinschaut. Aber diese wunderbaren, großen, gesalzenen Erdnüsse mit der braunen Innenschale schmeißt er unerbittlich in den Mülleimer. Nahrungsmittel dürfen nicht mit ins Stadion. Schließlich soll der Caterer an den Stadionsbesuchern etwas verdienen.

Das Stadion, die Türk Telekom Arena, ist eines dieser neuen Fußballstadien, die auf Nähe zum Spielfeld und bestmögliche Akustik ausgelegt sind. Und genau die kommt in den folgenden 90 Minuten voll zum Schwingen. Denn die Fans von Galataseray sind phantastisch. Sie singen, klatschen, pfeifen, johlen – und schweigen. Aber nicht wild durcheinander, sondern in ständiger Abstimmung zwischen den großen Fangruppen in den Kurven und einer im Oberrang. Die Einpeitscher beobachten sich gegenseitig und dirigieren die Unterstützung der Fans in einer überwältigenden Art und Weise.

Dieses Stadion-Konzert ist deutlich besser als das Fußballspiel gegen Siva Spor. 2 zu 1 geht es aus. Nach einer langweiligen ersten Halbzeit folgt zwar eine aufregende zweite. Doch die ist vor allem wegen der katastrophalen Pfiffe es Schiedsrichters spannend. Er gibt Galataseray einen Elfmeter nicht, dafür aber zwei rote Karten. Zumindest eine davon hätte allerdings dem Gegner gegeben werden müssen. All das heizt die Stimmung auf und nährt den Verdacht, dass in der Türkischen Süper Lig noch immer Spiele verschoben werden (sollen). Für echte Fans ein schwer zu ertragener Zustand, der sich in großartiger akustischer Aggression – und damit in einem fulminanten Pfeif- und Sangeskonzert entlädt.

Als einmaligem Beobachter wird der Genuss so sogar erhöht. Das ist tatsächlich Unterhaltung auf dem besten Niveau. Allerdings vor allem von den Amateuren auf den Rängen, nicht von den Profis auf dem Platz.

Culcha Candelas eigener Weg geht über verzerrte Stimmen

Heute erscheint das neue Album der Berliner Band Culcha Candela. „Flätrate“ ist poppiger als seine Vorgänger. Andreas Oppermann hat mit La Froh Tino, einem der sechs Sänger über die Platte und den Gesang der Band gesprochen.

Spielt Berlin für Culcha Candela noch eine wichtige Rolle?

La Froh Tino: Berlin ist unsere Heimat und der Ausgangspunkt für alle unsere Aktivitäten. Berlin ist die Geburtsstätte von uns als Band. Auch deshalb haben wir eine sehr starke emotionale Bindung an die Stadt. Wir können uns auch alle gar nicht vorstellen anderswo in Deutschland zu leben.

Zu Beginn Eurer Karriere wurdet ihr oft in einem Atemzug mit Seeed genannt.

Seeed gibt es schon etwas länger. Wir fanden die immer cool und haben Seeed gefeiert. Insofern hatten sie auch eine gewisse Vorbildfunktion für uns. Aber schon von Anfang an haben wir andere Musik gemacht. Der gemeinsame Nenner ist wirklich nur, dass sie auch eine vielköpfige Band aus Berlin sind und dass wir auch einige Reggae-Sounds gemacht haben. Aber dann hört es auch schon auf. Früher fühlten wir uns geadelt, wenn wir in einem Atemzug genannt wurden. Heute kann man das nicht mehr sagen.

Bei dem neuen Album höre ich auch keine Parallelen mehr.

Das ist aber nicht so, weil wir uns abgrenzen wollten, sondern weil wir diesen Sound suchten. Wir wollten immer viele Stile mischen, viele Sprachen zusammenbringen und vor allem starke Songs machen. Vielleicht wussten wir früher gar nicht genau, wie das geht, aber bis heute haben wir sehr viel gelernt. Wenn man die Songs von damals hört, ist das fast wie beim Anschauen alter Fotos: Wir schämen uns nicht, aber es war halt ein anderer Zeitpunkt im Leben.

Die neue Platte „Flätrate“ ist fast vollständig Deutsch.

Die Songs, die eine Aussicht haben, als Single ausgekoppelt zu werden, sind alle auf Deutsch. Inzwischen ist das fast unser Markenzeichen.

Ihr verzerrt in fast jedem Stück Stimmen. Sind Eure Stimmen nicht gut genug?

Die Stimmen sind sehr gut. Aber sie eignen sich auch, verzerrt zu werden. Weil die Leute unsere Stimmen kennen, können wir es uns erlauben, sie zu verfremden.

Als Live-Band feiert ihr sehr gern auf der Bühne. Auf was reagiert das Publikum am meisten?

Da wir fast zehn Jahre auf der Bühne sind, wissen wir, wie man das Publikum gewinnt. Mit einer neuen Platte aufzutreten ist dennoch ein Wagnis. Wir wissen zwar, was wir gerne live spielen wollen, aber was genau ab März auf den Konzerten zu hören sein wird, steht noch nicht fest.

Culcha Candela: „Flätrate“ (Urban), Plattenkritik vob Matze Krohn auf moz.de
Dieses Interview ist am 25. November in der Märkischen Oderzeitung erschienen…

In memoriam Georg Kreisler

Georg Kreisler: Ich hab ka Lust

Heute konnte er seinem Vers nicht mehr treu sein:

„Doch sollte sich einmal in meinem Leben
der Tod trotz alledem zu mir begeben
und sagen: Lieber Freund sei nicht beklommen.
Die Stunde schlägt, du musst jetzt mit mir kommen.
Dann sag ich: Es wird mir eine Freud sein.
Doch sagen Sie: Muss das ausgerechnet heut sein.
Und ruft er dann: Was zögerst Du? Du musst!
Dann sag ich : Nein! Ich hab kei Lust!“

Vielen Dank Georg Kreisler.

Das atemberaubende Pergamon-Panorama in Berlin

Ein Panoramafoto der Ausgrabungsstelle von Pergamon im heutigen Bergama. Foto: Asisi
Ein Panoramafoto der Ausgrabungsstelle von Pergamon im heutigen Bergama. Foto: Asisi

Es war 1986. Die Wärme Ende Mai war angenehm. Aber da links auf den oberen Stufen des Theaters von Pergamon sammelte sich schon die Hitze, die vom leichten Wind gemildert wurde. Überwältigend war der Blick auf Bergama und auf die Stelle, an der auf einer quadratischen Fläche nur noch einige Bäume stehen (Mitte). Da stand der Pergamonaltar, der im Ost-Berliner Museum zu besichtigen ist. Dieser Blick hat sich ins Gedächtnis eingebrannt, genauso wie dieses steilste Amphietheater der vielen, die damals von uns entdeckt, erklettert und bestaunt wurden.

Das Pergamon-Panorama in der ausgerollten Ansicht. Es stellt die Stadt in der Regierungszeit des Kaisers Hadrian dar. Foto: Asisi
Das Pergamon-Panorama in der ausgerollten Ansicht. Es stellt die Stadt in der Regierungszeit des Kaisers Hadrian dar. Foto: Asisi

Jetzt ist es 2011. Die Temperaturen an diesem Novemberabend sind schon unter null Grad. Für einen Besuch des Pergamonmuseums ist es zu spät, so wird das Panorama davor gewählt. Es sind nicht viele Besucher in dem Zylinder. Beim Aufstieg auf der Stahltreppe in den übereinander gestapelten Baucontainern schwingt alles. Dann der Schritt auf die Plattform: Musik und Alltagsgeräusche erfüllen das Rund. Und wieder ein überwältigender Blick auf genau das Theater, von dessen Stufen ich vor 25 Jahren Pergamon und Bergama betrachtete. Augen und Ohren werden mit Reizen überflutet, das Herz schlägt schneller, die Plattform schwingt ganz leicht. Unglaublich! Ein Bild, das durch wechselndes Licht und den Klang von Tag und Nacht in einem Tagesablauf verändert wird, schafft es, den in seiner Mitte Stehenden zu überwältigen. Egal wo das Auge hinwandert, es fühlt sich tatsächlich in dieses Pergamon hineinversetzt. Erstaunlich, wie der Körper auf dieses gigantische Bild reagiert. Wie sich die Erinnerungen an den Aufenthalt vor 25 Jahren darüber legen und wie das Bild den Geruch und die Wärme von damals aktiviert. Obwohl es rattenkalt ist.

Innenansicht des Pergamon-Panoramas in Berlin. Foto: Asisi
Innenansicht des Pergamon-Panoramas in Berlin. Foto: Asisi