Steffen Möller entdeckt für uns Warschau

Steffen Möller: Viva WarszawaWarschau ist eine Reise wert. Davon ist Steffen Möller, der viele Jahre in der polnischen Hauptstadt gelebt hat, überzeugt. Aber da Warschau bei den Touristen immer den Kürzeren im Vergleich mit Krakau zieht, erklärt uns Deutschlands bekanntester Polen-Versteher und -Kenner den Reiz der Stadt. Mehr als 280 kurzweilige Seiten locken uns nach Warschau. „Steffen Möller entdeckt für uns Warschau“ weiterlesen

Henning Klüwer lockt nach Mailand

Gebrauchsanweisung für mailandIm kommenden Jahr ist Mailand die Stadt der Weltausstellung. Zu den vielen Touristen, die ohnehin in die Hauptstadt der Lombardei kommen, werden zur Expo 2015 noch Millionen zusätzliche kommen. Kurz davor ist es ein optimaler Zeitpunkt, um eine „Gebrauchsanweisung für Mailand“ zu veröffentlichen. Henning Klüwer hat genau das getan – und eine Lücke der Reiseliteratur angenehm geschlossen. „Henning Klüwer lockt nach Mailand“ weiterlesen

Montaigne entdeckt das Innere beim Reisen

Michel de Montaigne: Tagebuch der Reise nach Italien über die Schweiz und Deutschland von 1580 bis 1581
Michel de Montaigne: Tagebuch der Reise nach Italien über die Schweiz und Deutschland von 1580 bis 1581

Italien, Deutschland und die Schweiz aus der Sicht eines Franzosen aus dem 16. Jahrhundert, das ist eine interessante Konstellation. Zum einen weil die Nationalstaaten damals noch nicht einmal als Idee in den Köpfe war, zum anderen weil der Autor Michel de Montaigne präzise und amüsant zu formulieren wusste. Vor allem aber, weil in diesem Text, in diesem Tagebuch zu beobachten ist, wie sich das Ich, wie sich die Beschreibung von eigenen Gemütszuständen und die Beobachtung des eigenen Körpers bei Krankheiten in den Tagebüchern Raum nehmen. Das ist in dieser Zeit tatsächlich neu. Und so ermöglicht Montaignes Tagebuch einen Einblick in die frühsten Momente der Moderne.

Die Andere Bibliothek hat den Band jetzt herausgegeben. Das ist einerseits gut, weil er deshalb wieder verfügbar ist. Es ist aber auch ärgerlich, weil das Besondere dieser Reihe dadurch aufgeweicht wird. Denn der exakt gleiche Band ist schon vor einigen Jahren bei Eichborn erschienen. Derselbe Text, dieselbe Übersetzung, nur die Gestaltung ist anders. Da das Ziel der Anderen Bibliothek eigentlich das Entdecken von Büchern und Texten ist, die schon lange nicht mehr verfügbar sind oder gar noch nie in Deutschland oder gar überhaupt noch nie erschienen sind, ist das wirklich ärgerlich.

Mehr von der Anderen Bibliothek auf diesem Blog…

Johannes Willms liefert die Gebrauchanweisung für Frankreich

Der Piper-Verlag hat mit seiner Reihe Gebrauchsanweisung für eine kleine Länderkunde für Reiselustige aufgebaut. Johannes Willms, der früher die ZDF-Sendung „Aspekte“ leitete, dann das Feuilleton der Süddeutschen und inzwischen für diese als Kulturkorrespondent in Paris lebt, ist ein Kenner ganz Frankreichs. Der Napoleon-
Biograf hat das gesamte Land bereist und versteht es, liebevoll von den Besonderheiten der Grande Nation zu erzählen.

Wer die 190 Seiten gelesen hat, ist gut auf eine Reise vorbereitet. Er weiß, worauf es sich zu achten lohnt und wofür keine Zeit eingeplant werden muss. Dabei läuft Willms nie Gefahr, nur die Postkarten-Ansichten zu schildern oder sich in Klischées zu verheddern.

Johannes Willms: Gebrauchsanweisung für Frankreich. Piper, 12,90 EURO