Machtergreifung: Ein Polit-Thriller über die AfD

Seit Jahren trägt der Verfassungs etliche Belege für Verstöße der AfD gegen die freiheitlich-demokratische Grundordnung zusammen. Nun verarbeitet ein ehemaliger Anhänger seine Erfahrungen mit den rechtsextremen Tendenzen in einem Thriller. 

Kaum ist die Bundestagswahl vorbei, brechen bei der AfD auf offener Bühne die Grabenkämpfe der gegensätzlichen Flügel wieder auf. So geschehen beim Auftritt der Partei-Vorsitzenden am Montag bei der Bundespressekonferenz.

Fiktion auf realer Basis

Im Kern geht es dabei um die Anhänger des verfassungsfeindlichen Flügels, der sich offiziell aufgelöst hat, und um die Moderateren, die sich als bürgerlich verstehen. Mit der Gedankenwelt dieser AfD setzt sich aktuell auch der Roman „Machtergreifung“ von Ferdinand Schwanenburg auseinander.

Mit der Task Force gegen Tesla-Sorgen

Wirtschaftsminister Jörg Steinbach (SPD) hat sich weniger als 48 Stunden nach der überraschenden Ankündigung von Tesla-Chef Elon Musk, in Grünheide seine europäische Gigafactory bauen zu wollen, den Fragen der Bürger aus Grünheide und Umgebung gestellt. 

Wirtschaftsminister Jörg Steinbach (SPD) und Bürgermeister Arne Christiani (parteilos).

Zur Begrüßung stehen eingeschenkte Sektgläser in Saal des Heydewirts am Peetzsee. Grünheides Bürgermeister Arne Christiani ist die Freude über den großen Coup anzusehen. Er will sie mit den Einwohnern teilen. Vor allem aber will er, dass sich alle in Grünheide und seinen sechs weiteren Ortsteilen ernst genommen fühlen. Deshalb kommt auch Wirtschaftsminister Jörg Steinbach (SPD) persönlich, um sich so schnell wie möglich den Fragen zu stellen.

Emilia Smechowski erlebt die Spaltung Polens

Im Herbst wird in Polen ein neues Parlament gewählt. Das große Thema dieser Wahlen ist die Spaltung der Gesellschaft. Wer für die regierende rechtskonservativ bis teilweise rechtsradikale PiS ist, tut sich schwer mit Liberalen zu sprechen. und umgekehrt. Aber warum ist das so? Warum können sich Liberale und Anhänger der PiS nicht ausstehen? Das hat die Berlinerin Emilia Smechowski ein Jahr lang untersucht und darüber ein Buch geschrieben, „Rückkehr nach Polen“ heißt es.

Brandenburg ist kulturell gespalten

Ein Kommentar

Die Wahlergebnisse in Brandenburg sind einschneidend. Die AfD triumphiert, die Grünen legen kräftig zu – und die drei Parteien, die im Land seit 1990 regiert haben, verlieren massiv. Und das in einer Zeit, in der die Arbeitslosigkeit auf Rekordtief ist, die Haushaltseinkommen steigen, die Kriminalität sinkt und die Renten im Osten überproportional gestiegen sind.  Aber für solche Erfolge werden Regierungsparteien offenbar nicht mehr belohnt.

Zum 75. erscheinen die Erinnerungen von Rolf Henrich

Rolf Henrich

Rolf Henrich: Aufbruch aus der VormundschaftHeute wird Rolf Henrich 75. Passend zu seinem Geburtstag ist gerade sein neues Buch „Ausbruch aus der Vormundschaft“ erschienen. Seinen runden Geburtstag sieht er allerdings nicht als Grund an. Rolf Henrich geht es mit seinen Erinnerungen um den 30. Jahrestag der Friedlichen Revolution in der DDR. Als einer der Mitgründer des Neuen Forums und dessen Vertreter am Runden Tisch war er ein wichtiger Akteur in den turbulenten Monaten, die zum Untergang der DDR führten. Sein wichtigster Beitrag dazu war sicherlich sein im März 1989 bei Rowohlt in Hamburg erschienene Buch „Der vormundschaftliche Staat“, in dem er mit der DDR abrechnete. Als das entscheidende Lebensereignis Henrichs nehmen die Vorgeschichte und die Folgen auch den größten Teil der Erinnerungen ein.

Marta Kijowska beantwortet die Frage: Was ist mit den Polen los?

Die Frage haben sich in den vergangenen drei Jahren viele Freunde Polens gestellt: „Was ist mit den Polen los?“ Marta Kijowska stellt sie sich auch und versucht sie für sich und uns zu beantworten. Gut 100 Jahre nach der staatlichen Neugründung 1918 macht sich die Autorin, Übersetzerin und Journalistin auf einen aufschlussreichen Weg durch die jüngere Geistes- und Kulturgeschichte des wichtigsten östlichen Nachbarn Deutschlands. Dabei spielt die PiS, die aktuell regierende nationalkonservative bis nationalistische Partei zwar ein wichtige, aber nicht dominierende Rolle in Kijowskas „Porträt einer widersprüchlichen Nation“ – so der Untertitel.

Konstytucja – oder der Riss durch Polen beim Festkonzert mitten in Berlin


Das Konzerthaus am Gendarmenmarkt ist ganz in rot und weiß getaucht. Die Nationalfarben Polens erinnern an 100 Jahre Wiedererlangung der Unabhängigkeit. Und das mitten in Berlin. Einer der drei Hauptstädte, die Polen 123 Jahre von der Landkarte getilgt hatten.

Andrzej Duda eskaliert die Spaltung Europas

Foto: Andreas Oppermann
Denkwürdige Diskussion beim Deutsch-Polnischen Forum in Berlin

Vielleicht gilt der 23. Oktober 2018 bald als der Tag, an dem sich das Verhältnis zwischen Deutschland und Polen nachhaltig verschlechtert hat. Im Rahmen der Tagung des Deutsch-Polnischen Forums hatten sich die Präsidenten beider Länder zur Diskussion gestellt. Was die Vertreter der Zivilgesellschaften dann zu hören bekamen, löste von Kopfschütteln bis Fassungslosigkeit so ziemlich alle Formen der Verwunderung aus.

Timm Beichelt erforscht Fußball und Macht

(Foto: Andreas Oppermann)Timm Beichelt liebt den Fußball. Er ist davon fasziniert davon, wie sehr dieses Spiel die Menschen begeistert. Und er versucht zu verstehen, wie es möglich ist, dass trotz Kommerzialisierung, Korruption und Kumpanei mit den Autokraten dieser Welt die Faszination für den Fußball stärker bleibt, als der Widerwillen gegen die miesen Seiten des Sports. Als Politikwissenschaftler hat er genau in dieser Diskrepanz einen spannenden Forschungsgegenstand gefunden. „Ersatzfeldspieler – Zum Verhältnis von Fußball und Macht“ ist das lesenswerte Ergebnis von Beichelts Begeisterung und Forschung.

Emilia Smechowski entdeckt den Strebermigranten in sich

Gnadenlos offen ist Emilia Smechowski in ihrem Buch „Wir Strebermigranten“. Sie erzählt ihre eigene Geschichte ohne sich und vor allem ihre Eltern zu schonen. Denn bei der Beantwortung der Frage, warum ausgerechnet die Polen in Deutschland Streber in der Anpassung sind, spürt sie der Motivlage ihrer Eltern nach.

Die Polen haben sich so angepasst, dass sie kaum oder gar nicht auffallen. Deshalb wissen viele Deutsche nicht, dass die zweitgrößte Gruppe der Einwanderer nach Deutschland Polen sind. Millionen von ihnen leben in Deutschland. Ohne sie würden viele Krankenhäuser nicht mehr funktionieren. Aber dennoch sind sie meist nicht sichtbar. Polen sind die zweitgrößte Migrantengruppe in Deutschland. Aber sie haben sich so angepasst, dass sie nicht auffallen.