Aus dem Zugfenster von Frankfurt (Oder) nach Cottbus

Frankfurt und Cottbus verbindet eine Bahnstrecke, auf der die Gemächlichkeit noch zuhause ist. Für die gut 90 Kilometer benötigt die Bahn eine Stunde und 18 Minuten. Auf der einen Seite ist das ziemlich lang. Auf der anderen aber auch Zeit zum Entspannen. Wer die Zeit nutzt und nicht schläft, Musik hört oder liest, sondern einfach nur zum Fenster hinausschaut, der sieht auf dieser Fahrt entlang der Oder-Neiße-Grenze all das, was den Osten ausmacht.

Da ist sehr viel Weite. Da ist die Braunkohle. Da ist das Stahlwerk in Eisenhüttenstadt. Man sieht aufgegebene Bahnhöfe. Und überall stehen in den Dörfern neue Einfamilienhäuser und auch viele sanierte, alte Backsteingebäude. Aber es gibt eben auch verfallene Gebäude. Selbst im Sommer, in dem es überall blüht, ist viel Leere sichtbar. Wer an jeem Haltepunkt, an jedem Bahnhöf aussteigen würde, hätte Schwierigkeiten von dort mit einem Bus einen Anschluss für eine weiter Fahrt zu finden. Und er wäre von den riesigen Feldern, den großen Kiefernwäldern und von ganz viel Natur überwätigt.

Genauso wie er von den enormen Ausmaßen des Stahlwerks in Eisenhüttestadt, dem Braunkohlekraftwerk in Jänschwalde oder den Tagebauen – de man vom Zug aus nicht sehen kann – erstaunt wäre. Hier im Osten hat sehr Vieles eine große Ausdehnung, denn Platz ist da. An Fläche mangelt es nicht. Ob die Gärten der Einfamilienhäuser oder der Platz in den Gewerbegebieten, Enge spürt hier niemand. Bei einer langsamen Zugfahrt, kann man das wunderbar spüren, sehen, erleben,

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