Heimat (14) – Gemüse aus dem eigenen Garten

Gemüse aus dem Garten
Gemüse aus dem Garten

Es war auf einem dieser Termine bei der Feuerwehr oder einer Jahreshauptversammlung eines Vereins, den ich als Schüler für die beiden Heimatzeitungen wahrnahm. Da fragte mich ein – aus damaliger Perspektive – alter Mann: „Gehörst Du zu den Besitzenden oder den Nichtbesitzenden?“ Ich Jungreporter war so sprachlos, dass er sofort erklärend nachhakte: „Habt Ihr Grundbesitz oder nicht? Denn es gibt nur zwei Arten von Menschen: Besitzende und Nichtbesitzende.“

Diese simple Weltsicht eines unterfränkischen Bauern entsetzte mich damals. So einfach ist die Welt doch nun wirklich nicht. Oder doch?

Manchmal, wenn ich im Garten das selbstgezogene Gemüse ernte, denke ich an diesen Bauern – ich glaube er kam aus Gauaschach. Zwar fühle ich mich mit unseren kleinen Beeten und Blumentöpfen noch lange nicht als „Besitzender“. Aber wenn ich in so eine Tomate oder Gurke beiße, wenn ich aus Obst Kompott, Sirup, Chutney oder Marmelade mache, dann spüre ich schon eine besondere Genugtuung. Nicht nur wegen des Selbermachens, sondern auch weil das alles ganz eigen ist, nicht gekauft, sondern wirklich selbst gezogen.

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Ein Gedanke zu „Heimat (14) – Gemüse aus dem eigenen Garten“

  1. Hallo,
    wenn man die Arbeit nicht rechnet, ist Gemüse aus dem eigenen Garten billiger als im Supermarkt. Aber was viel wichtiger ist, du weißt, was du hast. Ungespritztes Gemüse bekommt man heute doch nur noch teuer beim Biobauern und auch dann steht manchmal ein Fragezeichen dahinter. Als ich noch Gemüse selbst angebaut habe, reichte der 1000 m² Garten für 4 Personen. Ich hatte so gut wie alle Gemüsesorten, Frühkartoffeln,verschied. Salate, Erd- und Himbeeren. Damals habe ich sogar noch eingefroren und eingekocht, ist fast 30 Jahre her.

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