Erinnerungslücken zeigen des Tücken des Systems

Alex hat mit seinem Freund einen ganz großen Plan. Sie wollen einen Virus ins Computersystem einer Bank einschleusen. Damit soll das internationale Finanzsystem zum
Einsturz gebracht werden. Doch dieser Anschlag bekommt Alex nicht.

Er wacht im Krankenhaus auf und kann sich an nichts mehr erinnern. Erst langsam kommt die Erinnerung zurück. Doch ist das, was Alex denkt, auch das, was tatsächlich passierte? Die Zweifel mehren sich, als seine Freundin sagt, dass es zwischen ihnen aus und vorbei
sei.

Alex unterzieht sich im Krankenhaus einer neuen Methode, mit der die Erinnerungen zurückkommen sollen. Doch das alles kommt ihm von Tag zu Tag merkwürdiger vor. Was geht in seinem Kopf vor? Erst als er die Aufzeichnung einer Session zufällig sieht, dämmert
ihm, was da mit ihm gemacht wird. Romed Wyder hat Lücke im System inszeniert. Als Vorlage hat er nach eigenen Angaben eine wahre Begebenheit gewählt, die aber vollständig anonymisiert worden sei. Das Risiko sei ansonsten zu groß gewesen. Ob das nun ein dramaturgischer Gag ist oder aber stimmt, ist nicht klar. So wie auch alles, was im Film als Wahrheit daherkommt, ständig infrage gestellt wird.

Lücke im System ist ein richtig guter Thriller, der mit der Manipulation der Erinnerung spielt. Und das in einem Umfeld, das Angst macht. Die jungen Darsteller sind völlig unverbraucht und überzeugen alle. Und das alles ohne künstliche Effekte. Die hat dieser Film nicht nötig.

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