Von der Gewalt im US-Mittelstand

Nur 24 Stunden beobachtet der deutsche Regisseur Holger Ernst (35) den Alltag in einer typischen US-Kleinstadt. Es ist genau der Tag, den der Mike (Joe Petrilla) noch daheim ist. Dann rückt er bei der Army ein – mit dem wahrscheinlichen Ziel, im Irak eingesetzt zu werden.

Die Trennung von Mike ist für Valerie (Nicole Vicius) zu viel. Noch vor seiner Abschiedsfete geht sie mit dem Dealer Phil (Robin Taylor) ins Bett. Der träumt davon, in genau diesen 24 Stunden einen großen Deal abzuschließen. Doch dafür benötigt er noch 2000 Dollar. Dafür ist er am Ende auch bereit zu töten. Nicht der zukünftige Soldat, sondern der daheimbleibende Phil wird also zum Killer.

Ernst entwickelt mit seinem Film The House Is Burning einen unangenehmen Sog. Die Katastrophe ist unausweichlich. Und doch sind alle Charaktere vielschichtig gespielt. Der Film verstört mit seiner Mischung aus Sex, Drogen und Gewalt.

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