Der Schrecken des Krieges

Zwei neue Bücher hat die Märkische Oderzeitung gestern in Seelow und in Strausberg veröffentlicht. In der Kreisstadt von Märkisch-Oderland stellten Autor Gerd-Ulrich Herrmann und MOZ-Chefredakteur Frank Mangelsdorf das Buch „Das Kriegsende 1945“ vor. Das historische Material stammt aus einer Serie, die in den zurückliegenden Monaten in der Märkischen Oderzeitung veröffentlicht wurde. Anlass war das Ende des Zweiten Weltkrieges vor 65 Jahren.

In seinem Buch beschreibt Gerd-Ulrich Herrmann, der auch die Gedenkstätte Seelower Höhen leitet, die letzten Tage des Krieges. Damals tobten erbitterte Kämpfe in der Region, viele Menschen starben. Der Autor fasste die schrecklichen Geschichten in einer Art Tagebuch zusammen. Dazu werteten Herrmann und sein Mitarbeiter Jürgen Fiene sowjetische und deutsche Quellen aus. „Uns wurde bei der Recherche erst richtig vor Augen geführt, dass es jeden Tag in fast allen Orten Krieg und Sterben gab“, erzählte der Autor.

„Die Serie war eindrucksvoll und erschütternd“, sagte Chefredakteur Frank Mangelsdorf. Viele Leser hätten sich erkundigt, ob daraus nicht ein Buch entstehen könnte. Das liegt nun vor. Die Texte wurden um eine Fülle von Fotos und Karten ergänzt. Brandenburgs ehemaliger Innenminister Jörg Schönbohm (CDU) hat ein Geleitwort beigesteuert und Doris Steinkraus, die Leiterin der Lokalredaktion Seelow, schildert in einem weiteren Text, wie ehemalige Soldaten Seelow heute wahrnehmen.

In Strausberg setzte die Märkische Oderzeitung mit der Veröffentlichung von alten und neuen Fotos ihre Reihe „Einst und Jetzt“ fort. Nach Frankfurt (Oder), Eisenhüttenstadt, Bad Freienwalde, Schwedt und Rüdersdorf sowie dem Land Brandenburg ist es bereits der siebente Band in dieser Edition. Bereits vor sechs Jahren veröffentlichte die Lokalredaktion alte und neue Stadtansichten von Strausberg. Die Serie kam so gut bei den Lesern an, dass sie auch in anderen Lokalredaktionen übernommen wurde. Die Buchreihe „Edition Brandenburg“, in der die MOZ die Bücher zusammen mit dem Verlag CulturconMedien veröffentlicht, zeigt, „das wachsende Heimatgefühl vieler Menschen“, sagte Mangelsdorf.

Strausbergs Bürgermeisterin Elke Stadeler zeigte sich sehr angetan von dem Buch. Es wurde von Christa Wunderlich geschrieben und MOZ-Fotograf Gerd Markert lieferte die Bilder dazu. „Je älter man wird, umso stärker nimmt man die Veränderungen wahr“, sagte die Bürgermeisterin beim Lesen der mehr als 40 Bildpaare. „Das Buch ist ein schöneres Geschenk als ein Blumenstrauß.“

„Das Kriegsende 1945“ und „Einst und Jetzt – Strausberg“ sind im Buchhandel oder unter www.moz.de/shop erhältlich. Die Bücher kosten 12,80 Euro beziehungsweise 14,45 Euro.

Neues in der MOZ-Buchreihe Einst und Jetzt

Gleich zwei neue Bücher der „Edition Brandenburg“ sind zum Wochenende erschienen. Band zwei der Reihe „Einst und Jetzt“ widmet sich Frankfurt (Oder) / Slubice; Band drei Rüdersdorf bei Berlin.Die Märkische Oderzeitung und der Regionalverlag CulturconMedien geben die Reihe gemeinsam heraus. In ihr werden historische Fotos mit aktuellen Bildern aus der gleichen Perspektive kombiniert. Knappe Texte erläutern die Veränderungen. So wird an konkreten Beispielen gezeigt, wie sich Frankfurt und Rüdersdorf gewandelt haben – und warum.

Frank Mangelsdorf, Chefredakteur der MOZ, benennt den Reiz der Reihe: „Damit werden Erinnerungen geweckt.“ Das gilt für die Menschen, die in Frankfurt oder Rüdersdorf leben und für jene, die weggezogen sind.

Die Texte des Buchs über Frankfurt hat mit Jörg Kotterba ein Redakteur der MOZ geschrieben, der seit 20 Jahren in der Stadt lebt. Für ihn brachte die Arbeit zusammen mit Fotograf Heinz Köhler viele Entdeckungen. Etwa in der Dammvorstadt, dem heutigen Slubice. Unterstützt wurde das Team von Bernhard Klemm und dem historischen Verein Frankfurts.

Margrit Höfer war federführend am Band Rüdersdorf beteiligt. Die MOZ-Redakteurin schrieb die Texte zusammen mit Dieter Nickel und Ortschronist Reinhard Kienitz. Gerd Markert und Edgar Nemschok steuerten die aktuellen Fotografien bei.

Beide Bücher zeichnet neben der großen Genauigkeit die Darstellung aus. Das historische Foto ist stets auf einer ganzen Seite abgebildet. Die gegenwärtige Ansicht ist zusammen mit dem erläuternden Texten auf der gegenüberliegenden Seite. Dadurch kommen die Veränderungen besonders gut zur Wirkung. Der sehr gute Druck überzeugt ebenfalls.

– Einst und Jetzt – Frankfurt (Oder)/Slubice ist im Buchhandel erhältlich. Beim Bunten Hering wird das Buch im MOZ-Zelt und am Stand des Historischen Vereins verkauft.

– Einst und Jetzt – Rüdersdorf bei Berlin gibt es in den Buchläden. Beim Bergfest zum 775. Jubiläum der Gemeinde ist es am MOZ-Stand und im Museumshop erhältlich.

– Die Bücher (Preis jeweils 14,95 Euro) können unter www.moz.de/shop bestellt werden; telefonisch unter 01801 3357770

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